15. Juli 2013 | geschrieben von Christina Quast | 0 Kommentare

Website Esplorio zeigt Foursquare Check-ins (und andere Dienste und Daten) als Diary und Trips

esplorio-iconKurz nach der Time Machine visualisiert auch die Web App Esplorio die eigenen Foursquare Check-ins auf einer Karte. Und noch mehr: Kombiniert werden Ortsdaten von Location Based Services und Fotos aus Social Networks. Derzeit steckt Esplorio in der geschlossenen Betaphase, aber für allesfoursquare durfte ich mich einloggen und testen.

Schon beim Login zeigt sich, dass Foursquare bedeutend für Esplorio ist, denn man kann sich neben Facebook und Twitter auch mit Foursquare anmelden. Dann ist der gewählte Account direkt mit der neuen Web App verknüpft. Worum geht es Esplorio? Record your travels, share your experiences and discover new places – verkündet die Website. Eigentlich ist Esplorio kein soziales Netzwerk, denn  es werden nur die eigenen Daten aus bis zu sieben Social Networks angezeigt. Ergebnis sind das Diary, die Trips, My Places und Achievements. Das Material stammt neben Facebook, Twitter und Foursquare aus den Fotodiensten Instagram, Picasa und Flickr. Noch ist auch Latitude verfügbar, dessen Ende Google allerdings für den 9. August angekündigt hat. Somit bleibt Foursquare der einzige echte Location Based Service bei Esplorio.

Für mich funktioniert Esplorio als Archiv für Social Media und Reisen mit Visualisierung – im optimalen Fall entsteht ein digitales Album aus besuchten Orten und geknipsten Fotos. Alle Einträge aus den verknüpften Netzwerken werden im Diary aufgelistet und Foursquare Check-ins sowie andere Geotags auf einer Karte angezeigt. Scrollt man durch das Diary wird zu jedem Datum eine passende Karte generiert. Zudem kann man sich nach Jahren und Monaten durch das Diary klicken – so lassen sich Tweets und Fotos einfacher aufstöbern als in den Social Networks selbst.

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An manchen Stellen könnten die Esplorio-Macher das Diary noch optimieren, immerhin nimmt die Liste der Beiträge über die Hälfte der Website ein und kann (noch) nicht ausgeblendet werden, so dass für die Karte sehr wenig Platz bleibt. Was bisher nicht funktioniert, ist der Import von Fotos bei Foursquare – bei mir wird nur ein leerer Kasten angezeigt. Auch stört, dass Beiträge, die automatisch in mehreren Netzwerken gepostet wurden, im Diary als Mehrfachpost auftauchen. Und es ist nicht möglich, diese Mehrfachposts zu filtern oder auch einzelne Beiträge zu löschen. Denn nicht alle meine Facebook- und Twitter-Posts beziehen sich auf meine Reisen. Deshalb habe ich diese Netzwerke wieder gekappt und nur Foursquare und Instagram bei Esplorio eingebunden.

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Ein wirklicher Vorteil gegenüber der Time Machine von Foursquare ist, dass sich Abschnitte des Diary auch nachträglich als Trips definieren lassen. Einfach Anfangs- und Enddatum eingeben und ein Trip mit Karte, Fotos und Statistik wird erstellt. Die einzelnen Trips lassen sich über Facebook, Twitter und als Link teilen – eine Auswahl die umfangreicher sein könnte. Standardmäßig sind die Einstellungen bei Esplorio auf „privat“ gesetzt, obwohl ich keine weiteren Sharing-Möglichkeiten entdecken konnte. Zusätzlich sind die persönlichen Einstellungen sehr übersichtlich: Alle verknüpften Netzwerke werden auf einen Blick angezeigt und gleich darunter finden sich Buttons, um alle Daten aus Esplorio zu entfernen oder die Verknüpfung zu kappen.

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Die Möglichkeit, neue Orte zu entdecken wie bei Foursquare, fehlt noch, soll aber unter Destinations geschaffen werden. Zu den interessanten Diary und Trips bietet Esplorio noch einige Spielereien wie My Places – eine Karte mit allen ermittelten Orten, die allerdings zu roten Kreisen mutieren und sich nur durch starkes Zoomen in einzelne Orte auflösen.

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Unter Achievements finden sich die Top 10 besuchten Regionen und Bagdes für besuchte Länder, Kontinente und Orte – so ähnlich wie bei Foursquare, aber reduzierter. Immerhin: die Idee von Esplorio überzeugt und an den Details wird hoffentlich gearbeitet – über Updates und den (Beta-)Start berichten wir.

Christina Quast
Christina ist seit 2008 Freelancerin mit beruflicher und privater Leidenschaft für das Social Web. Sie twittert und textet für verschiedene Medien und Institutionen im Ruhrgebiet. In der übrigen Zeit begeistert sie sich fürs Social Traveling.

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