02. Mai 2014 | geschrieben von Christina Quast | 0 Kommentare

Telescope Cards druckt individuelle Reiseführer mit Foursquare

telescope-cards-blocklogo-allesfoursquareDie Gründer von Telescope Cards haben eine recht clevere Idee, die API von Foursquare zu nutzen: Sie haben handliche und individuelle Reiseführer für Städte entwickelt, die als Spielkartensatz gedruckt werden. Jede Spielkarte empfiehlt einen Ort, der aus der Foursquare Datenbank stammt. Für allesfoursquare habe ich mit Basil Safwat und James Croft, den Gründern von Telescope Cards, in London über diese analoge Nutzung von Foursquare gesprochen – in ihrem Lieblings-Frühstückscafé: Embassy East.

So funktionieren die Karten

Für jede Stadt können 25 Orte für einen Kartensatz ausgesucht werden: Entweder wählt man über die Schaltfläche „Create a deck“ auf der Website die einzelnen Orte aus der Foursquare Datenbank aus – dazu muss man nicht bei Foursquare registriert sein. Oder man übernimmt eine schon erstellte Liste aus Foursquare mit der Schaltfläche „Import a foursquare list“, dazu muss man sein Foursquare-Profil mit Telescope Cards verknüpfen. Übrigens lassen sich nicht nur eigene Listen, sondern auch gespeicherte Listen von Freunden verwenden.

„Etwa ein Jahr hat es gedauert, bis wir mit dem Design zufrieden waren und wir die Kartensets zu einem vernünftigen Preis herstellen konnten – und auch noch etwas verdienen“, berichtet Basil, der zusammen mit James seit 2012 an Telescope Cards bastelt. Im Herbst haben sie mit die Telescope Cards einen „soft start“ gewagt, als Foursquare Gründer Dennis Crowley mit einem Tweet auf das Startup aus London hingewiesen hatte. Aktuell kostet ein fertiges Kartenset mit Versand 15 Pfund.

4Natürlich sind 15 Pfund (rund 18 Euro) kein Schnäppchen, aber die Gründer legen viel Wert auf Qualität und Design. So stecken die einzelnen Karten in einem Umschlag, der mit einem breiten Gummiband verschlossen wird und an die Kladden von Moleskine erinnert. Auch trägt jede Stadt eine eigene Farbe, die im Design der Pantone-Farben auf den Umschlag erscheinen. Im Regal wirkt das Kartenset dann wie ein kleines Buch.

Unterwegs mit den Karten

Warum eigentlich „gedruckte“ Foursquare Listen? „Die Karten sind dauerhafter. Es gibt Gebrauchsspuren – auch Kaffeeflecken und Notizen auf den den Karten, die echte Erinnerungen an eine Reise sind“, sagt James. Und die Telescope Cards funktionieren auch ohne Internet. Bei den Reiseplänen hilft, dass  die Innenseite des Umschlags einen Stadtplan mit allen Orten im Set zeigt. So können die Karten beliebig sortiert und abgearbeitet werden, denn jede Karte verrät auch, welche Orte aus dem Set in der Nähe sind.

Telescope CardsAus meiner Sicht überzeugen Telescope Cards damit, dass es keine klassischen Reiseführer sind, sondern eine individuelle Auswahl von Orten – dank der Datenbank von Foursquare. Durch die kompakte Größe dürften die Kartensets ein ideales Geschenk für Menschen auf Reisen sein, und zugleich eine charmante Möglichkeit, seinen Freunden und Bekannten persönliche Tipps für eine Stadt mitzugeben.

Basil und James stellen sich vor, dass die Kartensets in Hotels und privaten Unterkünften ausliegen, um Übernachtungsgästen individuelle Tipps zu geben. Auch Telescope Cards for Business haben sie entwickelt: Unternehmen können gebrandete Kartensets bestellen und als Werbemittel verwenden und über die Telescope-Cards-Website verkaufen, für Kunden die Zeit sparen und die Orte nicht selbst auswählen möchten. Am beliebtesten sind bisher Tipps für New York, San Francisco, London und in Deutschland ist es Berlin.

Christina Quast
Christina ist seit 2008 Freelancerin mit beruflicher und privater Leidenschaft für das Social Web. Sie twittert und textet für verschiedene Medien und Institutionen im Ruhrgebiet. In der übrigen Zeit begeistert sie sich fürs Social Traveling.

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