11. März 2013 | geschrieben von Achim Hepp | 2 Kommentare

SXSW 2013: The Future of Location (Interview mit Dennis Crowley)

Foursquare at SXSW (Icon)Heute war die Keynote von Foursquare CEO Dennis Crowley und natürlich waren wir vor Ort in der Exhibit Hall 5 des Austin Convention Centers. Gut vorbereitet durch eine frühe Sicherung guter Plätze in Reihe 4 haben wir die lange Schlange vermeiden können. Das Interesse war sichtlich groß und die Halle deutlich voller als bei anderen Veranstaltungen (auch wenn sie nicht an „Al Gore“-voll ‚rankam).

Die Keynote war gut gefüllt und trug den Titel „The Future of Location“. Keynote ist etwas irreführend, den es war ein Interview zwischen Anil Dash und Dennis Crowley. Der Vortrag war sehr interessant, hat aber auch nicht sehr viel Neuigkeiten gebracht. Vieles war bereits bekannt bzw. offensichtlich durch die Veränderungen in der App in den letzten Versionen für iOS und Android. Ebenso sind Teile bereits in anderen Interviews adressiert worden. Aber es ist natürlich noch einmal etwas anderes, wenn man dieses in 60 Minuten zusammengefasst und direkt vorgetragen bekommt.

   SXSW 2013 (Foto)

Hier ein paar Schlüsselfakten und -aussagen:

  • Was ist Foursquare? Dennis umreisst es in 4 Worten: „Best of what’s nearby“ (Das beste in der Nähe)

  • 30 Millionen Nutzer derzeit. Der Stand bei der SXSW 2012 waren 15 Millionen. 60% davon sind außerhalb der USA.

  • Sobald Foursquare ein erhöhtes Nutzungsverhalten in Ländern erkennt macht man sich über die Lokalisierung Gedanken. Nach einer lokalisierten Version braucht es ein paar Wochen, dann erhöhen sich die Nutzerzahlen.

  • Search ist die Zukunft. Sobald man dem Nutzer ein Suchfeld präsentiert dann nutzt er es auch. Deswegen ist die neue Android-Version so aufgebaut und dieses wird auch in iOS noch verändert.

  • Gamification (also Badges, Punkte und Mayerships) sind das alte Foursquare. Der Fokus ist nun weniger auf auf diesen Aspekten, deswegen sind sie auch nicht mehr im Mittelpunkt der App. Früher waren diese Features wichtiger, da man Nutzer motivieren musste die App zu benutzen.

  • Foursquare ist in der Lage mit ihren Daten die POIs (Points of Interest) für Karten (z.B. Google Maps und Apple Maps) intelligenter gestalten. Jeder Nutzer sollte andere POIs auf den Kartenkacheln angezeigt bekommen, eben relevante POIs.

  • Aus den Check-in-Daten kann man Nutzerverhalten (Beispiel Sturm Sandy in New York City) und Gebäudeformen (Beispiel Flughafen) ableiten und visualisieren.

  • Foursquare hatte noch keine Killer-App eines Drittherstellers, welche auf der Foursquare-API aufsetzt.

  • Die Foursquare-API ist DIE Location-API und hat andere Location-Datenbanken ersetzt (Beispiel Flickr). Auf die Frage, ob irgendwer hier bei der SXSW eine andere Location-API verwendet, meldete sich eine Person – und Crowley wies sein Team an, mit dieser Person nachher zu sprechen.

  • Die User Experience mit einem Smartphone (rausholen, tippen, gucken) ist „broken“ und wird sich entwickeln. Der nächste Schritt ist bei Foursquare bereits durch die Funktion Radar integriert, aber immer noch „broken“. Die Zukunft der User Experience wird durch neue Geräte wie Smartwatches (und beispielsweise Google Glasses) verbessert und bestimmt. Eine ähnliche Aussage bekam ich auch von Gary Vaynerchuck in meinem Interview mit ihm (welches ich noch hier im Blog posten werde).

Spontan hab ich beschlossen die Keynote mit meinem iPad mini aufzunehmen. Das ging eigentlich relativ gut, doch nach 30 Minuten war der Speicherplatz voll. Kein Problem, dann kommt halt das iPhone zum Zug für den Rest. Der Ton und das Bild sind natürlich entsprechend etwas wackelig, es gab schließlich kein Stativ und eine Stunde lang ein Gerät hoch halten war für mich ein erstes Mal.

Hier ist der erste Teil der Keynote:

 

Hier ist der zweite Teil der Keynote:

 

Update (22.03.2013)

Während der Keynote wurde ein Video als Beispiel eingeblendet, welches bewegt die Check-in-Aktivitäten (verschiedener Kategorien) in New York und Tokyo zeigte. Dieses Video wurde nun veröffentlich und ist hier nun auch eingebettet.

Achim Hepp
Achim gründete zur Jahrtausendwende seine ersten Unternehmen im Bereich Onlinemarketing. 2010 eröffnete er in Dortmund die malihina medien, eine Agentur für digitale Kommunikation. Seit 2015 ist er Chief Digital Officer beim Kölner Startup Erste Digital.

Als Digitalexperte publiziert und spricht Achim weltweit auf Konferenzen und in Medien zu verschiedenen Fachthemen (unter anderem Wearables und Smarthome).

2 Antworten to “SXSW 2013: The Future of Location (Interview mit Dennis Crowley)”


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