04. April 2014 | geschrieben von Jens Matheuszik | 0 Kommentare

Moves: Activity-Tracker als App, der die Ortsdatenbank von Foursquare verwendet

moves_app_allesfoursquare_blockiconMittlerweile ist Moves bereits über ein Jahr alt, erfreut sich aber immer noch einer steigend Popularität. Da die App die Ortsdatenbank von Foursquare einsetzt gucken wir uns diesen Activy-Tracker einmal genauer an.

Moves war eine zeitlang kostenlos für iOS und Android verfügbar, mittlerweile kostet die Version für Apple-Geräte beispielsweise 2,69 Euro, was noch im akzeptablen Rahmen liegt, denn die App macht das was sie verspricht und steht dabei (vor allem auf dem iPhone 5S in Verbindung mit dem hier genutzten M7-Prozessor) Hardware-Lösungen nicht wirklich nach bzw. ist dahingehend besser – denn welcher Schrittzähler zeigt einem schon die Karten der Laufwege an? Wobei man dazu leider sagen muss, dass viele der fortschrittlicheren Features momentan nur unter iOS unterstützt werden!

Moves App: Tagesansicht

Moves: Tagesansicht

Moves bezeichnet sich selber als ein automatisches Tagebuch des eigenen Lebens, welches die täglichen Aktivitäten anzeigt (inklusive Karten) und wo, wann und wie viel man sich bewegt hat.

Insofern ist Moves vor allem ein Schrittmesser – aber ein deutlich aufgepimpter, der neben der reinen Messung von Schritten das ganze halt auch schön anzeigt.

Nebenstehend sieht man eine Beispielsansicht für einen Tag:

Am besagten 20. März (da war ich einen Tag vorher und über Mitternacht hinaus in Dortmund zu Gast beim Champions League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Zenit St. Petersburg) habe ich beispielsweise 8,3 km per Fuß und 6,6 km per Fahrrad zurückgelegt.

Die einzelnen Orte die dort angezeigt werden, erkennt Moves am Anfang nicht, aber Moves lernt – wenn man beispielsweise immer wieder am Stadion Rote Erde ist, schlägt es einem recht schnell die Rote Erde als dort besuchten Ort vor. Man kann das jedoch ohne Probleme ändern.
Automatisch klappt auch fast immer die „Fortbewegungs-Analyse“, denn anhand der zurückgelegten Geschwindigkeit versucht Moves von alleine herauszufinden, ob man zu Fuß (gehend oder laufend), mit dem Fahrrad oder einem Verkehrsmittel unterwegs war. Das klappt recht akkurat, bei dem abgebildeten Beispieltag hat Moves sehr gut erkannt, wann ich von den Füßen auf’s Rad umgestiegen bin.

Moves: Fortbewegungsart auswählen

Moves: Fortbewegungsart auswählen

Bei den Verkehrsmitteln habe ich hier jetzt den Zug manuell ausgewählt, hier ist Moves meines Wissens (und meinen Erfahrungen damit) nach nicht in der Lage das Transportmittel alleine zu ermitteln. Und wie ein Stau auf der A40 gewertet werden würde, wüsste ich jetzt spontan auch nicht. Hauptsache ist jedoch, dass „die Richtung“ stimmt, und das ist bei Moves eigentlich immer gegeben – wobei es tatsächlich bei dem einen oder anderen Fußweg dann sogar mal was von Rennen oder gar Radfahren vermutete… 🙂

Wenn man in der Tagesansicht auf einen Eintrag klickt, kommt die Kartenansicht und dort kann man dann die farbigen Linien (beispielsweise grün für gehen) auch anpassen und eine andere Fortbewegungsart stattdessen vorgeben.

Moves: Ort auswählen

Moves: Ort auswählen

Ähnlich funktioniert das ganze bei den Orten. Aus unbekannten Orten werden – der Foursquare-Datenbank sei Dank! – ganz schnell bekannte Orte, wie der nebenstehende Screenshot zeigt.

Moves macht dabei auch selber Vorschläge bzw. lernt nach einer sehr kurzen Zeit dazu und wählt dann automatisch für einen einen Ort aus, aber natürlich kann man diese Vorgabe auch ignorieren und abändern.

Zusätzlich zu den Foursquare-basierten Informationen bietet Moves auch beispielsweise die Ortskategorie „Zuhause“ an, so dass man auch das entsprechend vorgeben kann.

Wenn man dann im „Kartenmodus“ von Moves ist, kann man sich auch in einer Art Präsentationsmodus den ganzen absolvierten Tag genauer Schritt für Schritt bzw. genauer gesagt Ort für Ort anschauen.

Dadurch kann man leicht eine schöne grafische Übersicht über den bisherigen Tag sich anschauen (und wenn man da so Fragen bekommt, wie „Wo warst Du überall in New York?“ – dann könnte man erschlagend antworten) und dabei dann auch nachträglich herausfinden, wie lange man beispielsweise von zu Hause bis zum Flughafen benötigt (und wieviel km das so sind).

Siehe dazu auch die beiden folgenden Screenshots, auf denen man das ganze recht gut erkennen kann:

  moves-allesfoursquare-03_280  moves-allesfoursquare-04_280

Wer es gebrauchen kann (oder glaubt, dass der Wert hinhaut), der bekommt auch noch eine optionale Kalorienverbrennungsanzeige angezeigt, wobei natürlich fraglich ist, inwiefern das so hinhaut. Die Messung der Schritte hingegen, die fand ich bei mir persönlich recht akkurat, denn meine Vergleichstests (wenn man einfach mal eine Strecke geht und die Schritte selber zählt) zeigten mir, dass das recht gut hinhaut.

Schlussendlich muss man festhalten, dass die Moves App nicht nur in der bunten PR-Werbetheorie mehr kann als das eine oder andere Fitness-Gadget, welches als Hardwareprodukt angeboten wird, denn die automatische Erkennung der Fortbewegungsart bietet meines Wissens keines dieser Gadgets in dieser Form an. Klar, es stimmt nicht immer, ist man etwas schneller gehend unterwegs, denkt Moves gerne, dass es laufen ist und ich bin auch schon mal radgefahren, wo ich definitiv nicht radgefahren bin, aber es so von Moves behauptet wurde. Aber das kann man ja einfach korrigieren.

Selbst wenn die App inzwischen etwas kostet – ich finde sie ist ihr Geld wert um den inneren Schweinehund zu überwinden. Auch wenn die empfohlenen 10.000 Schritt pro Tag gerade bei einem Bürojob nicht unbedingt einfach zu erreichen sind.


Moves für iOS im AppStore herunterladen
Moves
Moves
Entwickler: ProtoGeo
Preis: Kostenlos
Moves für Android im Google Play Store herunterladen
Moves
Moves
Entwickler: ProtoGeo
Preis: Kostenlos
Jens Matheuszik
Seit 2004 bloggt Jens unter anderem bei pottblog.de, wo es unter anderem um die Themen Medien, Sport aber auch das Ruhrgebiet geht.

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