21. Juni 2013 | geschrieben von Achim Hepp | 0 Kommentare

Foursquare und der Fussball (Teil 3/4) – UK, die Premier League

4sq + Premier LeagueNach der Bundesliga und Major League Soccer schauen wir uns im dritten Teil unserer Serie (nach einer kurzen Pause von 2 Wochen) nun das Mutterland des Fussballs an: England und die dortige Barclay Premier League.

Die Liga selber ist nicht auf Foursquare aktiv, und auch nur ein paar Vereine haben eine entsprechende Vereinsseite (um mal nicht den Begriff Firmenseite zu verwenden) auf Foursquare.

Premier League-Vereine auf Foursquare

Beispielsweise hat Manchester City schon zur Saison 2011/2012 mit einer ausführlichen Presseerklärung, einer Vereinseite und einem eigenen Badge die Foursquare Flagge stolz hochgehalten.

  mcfc

Auch Chelsea FC ist bereits seit 2011 auf Foursquare. Doch leider ist ihre Vereinsseite bereits veraltet und dort wird noch der (für mich sehr schmerzliche) Champions League-Titel aus 2012 im Banner bejubelt. Den hätte man mittlerweile auf den Euro League-Titel 2013 ändern dürfen bzw. eigentlich müssen. Schlampig so etwas. Und selbst die Vereinseigene Homepage ist nicht verlinkt, sondern nur der Twitter-Account. Eindeutig fehlt hier der Fokus und die Pflege der entsprechend betreuenden Agentur.

  chelseafc

Das Highlight auf Foursquare kommt aber vom London’er Fussballklub Fulham FC, die diesen Februar eine richtige Foursquare-Offensive starteten. Es gab einen eigenen Badge, Specials, eine Vereinsseite und eine tolle Integration in ihre eigene Vereinsapp.

     Fulham FC (Screenshot 1)     Fulham FC (Screenshot 2)     Fulham FC (Screenshot 3)

Damit ist Fulham FC wirklich die Benchmark für eine Integration von Foursquare im Fussball weltweit.

Premier League-Stadien und Check-ins

Wie bereits bei MLS möchte ich auch die Check-ins in den Stadien betrachten und habe mir dazu die Stadien von Manchester United, Manchester City, Arsenal und Chelsea FC rausgesucht. Dazu dann auch noch das Stadion von Fulham FC, gerade auch wegen der oben erwähnten Kampagne.

1. Arsenal, Emirates Stadium (22.142 Check-ins, 10.442 Besucher)
2. Manchester United, Old Trafford (19.670 Check-ins, 11.095 Besucher)
3. Chelsea FC, Stamford Bridge (14.053 Check-ins, 8.231 Besucher)
3. Manchester City, Etihad Stadium (13.860 Check-ins, 4.817 Besucher)

Das können wir nun mit der MLS einmal vergleichen.

1. New York Red Bulls, Red Bull Arena (26.393 Check-ins, 10.529 Besucher)
2. Los Angeles Galaxy, The Home Depot Center (21.691 Check-ins, 9.553 Besucher)
3. San José Earthquakes, Buck Shaw Stadium (5.531 Check-ins, 2.470 Besucher)

Und nun dazu noch mal der Vergleich mit Deutschland.

1. FC Bayern München, Allianz Arena (13.637 Check-ins, 7.100 Besucher)
2. Borussia Dortmund, Signal Iduna Park (5.789 Check-ins, 2.216 Besucher)
3. Eintracht Frankfurt, Commerzbank-Arena (5.135 Check-ins, 1.834 Besucher)

Wie man sieht, die Premier League und MLS sind in einem ähnlichen Verhältnis. Deutschland kann noch nicht einmal mit dem FC Bayern in diesen Regionen der Check-ins mitmischen.

Das Fazit

Die Premier League ist zumindest weiter als die Bundesliga, aber noch lange nicht so weit wie die Major League Soccer. Einzig der bereits angesprochene Fulham FC ist die große Ausnahme, an der sich andere Vereine mal ein Beispiel nehmen können.

Achim Hepp
Achim gründete zur Jahrtausendwende seine ersten Unternehmen im Bereich Onlinemarketing. 2010 eröffnete er in Dortmund die malihina medien, eine Agentur für digitale Kommunikation. Seit 2015 ist er Chief Digital Officer beim Kölner Startup Erste Digital.

Als Digitalexperte publiziert und spricht Achim weltweit auf Konferenzen und in Medien zu verschiedenen Fachthemen (unter anderem Wearables und Smarthome).

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