31. Mai 2013 | geschrieben von Achim Hepp | 0 Kommentare

Foursquare und der Fussball (Teil 2/4) – USA, Major League Soccer

4sq + Major League SoccerNachdem wir uns im ersten Teil dieser Serie Deutschland und die Bundesliga angeguckt hatten, so gucken wir nun mal in das Mutterland von Foursquare.

Foursquare ist in den USA schon früh eine Kooperation mit der dortigen Profiliga Major League Soccer eingegangen. Dort findet man Foursquare zwar nicht dick mit einem Button auf der Startseite, aber ein Dropdown enthüllt den Link zur Foursquare-Seite der MLS.

MLS Social (Screenshot)Auf den weiteren Seiten gesellt sich aber das Foursquare-Symbol prominent zu den anderen Social Media-Angeboten (Screenshot rechts), wie beispielsweise auf der Seite mit Tabellen.

MLS auf Foursquare

Die „Firmenseite“ der Liga ist ordentlich gestaltet und ein gutes Beispiel was so alles sinnig und möglich ist. Es gibt dort zum Beispiel Listen von Pubs und Sportsbars in denen man die Spiele der jeweils lokalen Mannschaft gucken kann.

  MLS, Dallas Pubs (Screenshot)

Selbstverständlich sind dort alle Stadien geclaimt. Leider verwendet aber praktische keine der Mannschaften ein entsprechendes Ortsicon. Durch ein Ortsicon kann eine Marke bzw. ein Verein natürlich sich noch besser platzieren und es scheint einfach etwas nachlässig gepflegt zu sein.

MLS Stadien und Check-ins

Ich möchte nun einmal die Check-ins in den Stadien betrachten und habe dazu die Stadien der beiden Finalisten von 2012, Los Angeles Galaxy und San José Earthquakes, sowie die New York Red Bulls ausgewählt.

1. New York Red Bulls, Red Bull Arena (26.393 Check-ins, 10.529 Besucher)
2. Los Angeles Galaxy, The Home Depot Center (21.691 Check-ins, 9.553 Besucher)
3. San José Earthquakes, Buck Shaw Stadium (5.531 Check-ins, 2.470 Besucher)

Und nun dazu der Vergleich mit Deutschland.

1. FC Bayern München, Allianz Arena (13.637 Check-ins, 7.100 Besucher)
2. Borussia Dortmund, Signal Iduna Park (5.789 Check-ins, 2.216 Besucher)
3. Eintracht Frankfurt, Commerzbank-Arena (5.135 Check-ins, 1.834 Besucher)

Man kann sehen, entgegen den in anderen Kategorien bestehendem Verhältnis von 1:10 steht es zwischen San Joé und Dortmund bzw. Frankfurt 1:1. Und auch an der Spitze ist das Verhältnis bei den Check-ins wenn überhaupt 1:1.5 und bei den Besucher wird es noch enger.

Fairerweise ist Fussball nun bei uns die mit Abstand beliebteste und in den USA eher eine Randsportart. Somit relativiert sich die Sicht oben etwas.

MLS Badges

Das einchecken wird in der MLS wird übrigens durchaus belohnt, und zwar neben vereinzelten Specials auch mit Badges. Diese kann man sogar upleveln und somit entsprechende die Unterstützung für seinen Verein auch visuell in seinem Foursquare-Profil ausdrücken.

MLS Cup (Add)Bislang gibt es für jeden Verein einen Badge, sowie einen Badge für die Liga selber. Dazu kamen in der Vergangenheit auch Badges für den MLS Cup. Der Badge für den MLS Cup wurde in 2011 auch mit einem T-Shirt als Special beworben.

Die Badges der einzelnen Vereine setzen wie auch andere Partner Badges eine „Firmenseite“ (in diesem Fall ja eher eine Vereinseite) vor, welche auch für jede Mannschaft existiert. Diese muss natürlich geliked werden, welches ja die Standardvorraussetzung für Partner Badges ist.

Das Fazit

SFC on Foursquare (Screenshot)Die Zusammenarbeit der Liga mit Foursquare ist natürlich sehr professionell und setzt Maßstäbe auf der Plattform. Ich denke hier kommt auch erneut das Interesse am Fussball von CEO Dennis Crowley und seinen Kollegen zum tragen, ebenso wie der Fakt das eine Zusammenarbeit mit einer kleinen Liga (im Vergleich mit den großen drei Ligen NBA, NFL und MLB) bestimmt einfacher zu gestalten ist und die MLS auch schon früh sehr Fanaktiv war (und ist).

Was mich aber besonders begeistert ist auch die Werbung der Liga und der Vereine in Hinblick auf den Aktivitäten mit Foursquare. Beispielweise werden die Fans aktiv aufgefordert ihrem Verein bei Foursquare zu folgen (siehe Screenshot vom Seattle Sounders FC oben rechts). Das kennt man so sonst meistens nur von den Facebook-Aktivitäten der Vereine in der Welt.

Achim Hepp
Achim gründete zur Jahrtausendwende seine ersten Unternehmen im Bereich Onlinemarketing. 2010 eröffnete er in Dortmund die malihina medien, eine Agentur für digitale Kommunikation. Seit 2015 ist er Chief Digital Officer beim Kölner Startup Erste Digital.

Als Digitalexperte publiziert und spricht Achim weltweit auf Konferenzen und in Medien zu verschiedenen Fachthemen (unter anderem Wearables und Smarthome).

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