30. Juni 2014 | geschrieben von Achim Hepp | 1 Kommentar

Foursquare monetarisiert Datenbank, berechnet intensiven Datenbanknutzern (ca. 1%) den Zugang

Foursquare (Logo)Foursquare wird nun auch seine Datenbank monetarisieren und hat dieses letzte Woche angekündigt. Danach werden Unternehmen, welche über die API auf die Datenbank zugreifen und diese intensiv nutzen, zu Kasse gebeten. Laut Chief Operating Officer Jeff Glueck [Twitter/LinkedIn] – welcher erst vor kurzem diesen Posten übernahm – steht Foursquare gerade in Verhandlungen mit den entsprechenden Unternehmen, dieses hat das Wall Street Journal berichtet.

Der Schritt eine Gebühr einzuführen und die Datenbank zu monetarisieren ist mehr als überfällig. Bislang habe ich persönlich immer die These vertreten den Zugang zur Datenbank über zwei API’s zu regeln. Eine kostenfreie API mit alle Grunddaten, sie somit alle App-Entwicklern zur Verfügung steht. Und eine gebührenpflichtige API, welche erweiterte Daten – beispielsweise Bewegungsprofile – für Entwickler und Firmen zum Nutzen verfügbar macht. Nun wird einfach die intensive Nutzung als Maßstab genommen, welches auch eine Möglichkeit ist.

   powered-by-foursquare_allesfoursquare

Die Datenbank von Foursquare wird bereits von 65.000 Unternehmen genutzt und finden sich in vielen Apps wieder. Die Nutzung ist im Regefall an dem powered by Foursquare-Logo zu erkennen. Von allen Unternehmen sind nun ca. 1% betroffen, mit denen Foursquare derzeit entsprechende Verhandlungen führt. Die dort erreichten Vereinbarungen sind laut Jeff Glueck individuell und werden nicht transparent gemacht. Es gibt also keine Preisliste und im Prinzip ist der Zugriff auch weiterhin erst einmal kostenfrei. Somit können Entwickler weiter die mächtige Datenbank nutzen und interessante und neue Apps entwickeln.

Zuletzt hatte Microsoft im Rahmen seines Investments auch ein entsprechendes Lizenzierungsabkommen mit einem erweitertem API-Zugriff und monatlichen Zahlungen vereinbart. Über die generellen Möglichkeiten der API hat Daniel hier bei uns bereits etwas geschrieben.

Achim Hepp
Achim gründete zur Jahrtausendwende seine ersten Unternehmen im Bereich Onlinemarketing. 2010 eröffnete er in Dortmund die malihina medien, eine Agentur für digitale Kommunikation. Seit 2015 ist er Chief Digital Officer beim Kölner Startup Erste Digital.

Als Digitalexperte publiziert und spricht Achim weltweit auf Konferenzen und in Medien zu verschiedenen Fachthemen (unter anderem Wearables und Smarthome).

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