25. Juli 2014 | geschrieben von Achim Hepp | 0 Kommentare

Foursquare bestätigt: Keine kostenfreie Inbesitznahme von Orten mehr (außerhalb USA)

Foursquare for Business (Icon)Wie bereits von uns berichtet, so ist die kostenfreie Inbesitznahme von Orten via normaler Post nicht mehr möglich. Darauf hin haben wir Foursquare über diverse Wege kontaktiert, um mehr zu erfahren. Eine – vernünftige und richtige – Antwort zu bekommen hat etwas gedauert, Kommunikation ist gerade in Zeiten von Swarm nicht gerade die Stärke des Unternehmens.

Mittlerweile habe ich – nach einer Eskalationsstufe – eine Antwort vom Foursquare Support, wenn auch eine die uns in Deutschland nicht gefallen dürfte. Es ist bestätigt, außerhalb der USA ist die Inbesitznahme eines Ortes nur noch gegen eine Gebühr von $20 – zahlbar via Kreditkarte – möglich.

Hier nun die finale Antwort im Wortlaut:

======, Jul 24 10:17:
Hi Achim,

My name is ====== and I lead merchant support here at Foursquare. I'm so sorry for any misinformation you may have received in the past.

We recently made a change to the claim process for non-US venues. Both the cost for sending out a postcard and the efficiency of the postcard reaching a business got to be an impractical solution for claiming businesses outside the US.

If you personally have any venues that you need to claim, I would be happy to claim them for you free of charge. Apologies again for any inconvenience!

Cheers,
======
Foursquare Support

Im Prinzip ist der Grund der Kosten und der Effizienz für mich nachvollziehbar. Im Kern finde ich es auch in Ordnung dafür etwas zu berechnen, schon alleine um sinnlose Inbesitznahmen in Grenzen zu halten. Anderseits ist eine Summe von $20 zwar für Unternehmen durchaus bezahlbar, allerdings verhindert es zum Beispiel auch Inbesitznahmen von Messeständen und Orten für Aktionen. Da wäre ein Betrag um die $5 eher angemessen.

foursquare_clingOder Foursquare würde für die $20 noch ein Starterpaket mit Stickern und anderen Werbematerialien zur Verfügung stellen. Damit wären wir nun auch beim Thema Clings. Diese müssen nun separat angefordert werden und wenn dafür auch Geld verlangt wird, dann werden diese sich wohl außerhalb der USA nicht zu den hierzulande durchaus präsenten Yelp-Stickern an den Türen von Geschäften gesellen.

Am Ende steht eines außer Frage … die Kommunikation dieser Änderung hätte erneut durchaus besser stattfinden können bzw. müssen. So tut man sich wieder unnütz schwer Unternehmen für sich zu gewinnen, welche ja eigentlich mittel- bis langfristig auch entsprechendes Geld für Anzeigen ausgeben sollen.

Achim Hepp
Achim gründete zur Jahrtausendwende seine ersten Unternehmen im Bereich Onlinemarketing. 2010 eröffnete er in Dortmund die malihina medien, eine Agentur für digitale Kommunikation. Seit 2015 ist er Chief Digital Officer beim Kölner Startup Erste Digital.

Als Digitalexperte publiziert und spricht Achim weltweit auf Konferenzen und in Medien zu verschiedenen Fachthemen (unter anderem Wearables und Smarthome).

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