22. Januar 2014 | geschrieben von Christina Quast | 0 Kommentare

Foursquare Apps für Firefox OS im Test: Kaum mehr als Basis-Funktionen

App

logo Firefox OSAls erstes Smartphone mit Firefox OS ist das Alcatel One Touch Fire in Deutschland zu haben. Eine offizielle Foursquare App für das Betriebssystem der Mozilla Corporation gibt es (noch) nicht, trotzdem sind – dank freiwilliger Programmierer – schon Check-ins möglich. Alle weiteren Foursquare-Funktionen sind derzeit nur rudimentär oder gar nicht vorhanden. Mit einem kostenlosen Testgerät konnte ich Foursquare mit Firefox OS für allesfoursquare ausprobieren.

Anders als die gängigen Betriebssysteme arbeitet Firefox OS mit Web-Apps in HTML5. Zum Stichwort „Foursquare“ liefert der Marketplace auf dem Smartphone insgesamt sechs Treffer. Darunter drei inoffizielle Apps, die Check-ins und sehr begrenzt auch andere Funktionen bieten: Place, Check-in Fox und Checkin.

Die beste App: Place

Mein Favorit ist Place, weil die App ein brauchbares Design und Zugriff auf die Check-ins der Freunde bietet. Nach dem Start erscheint das Menü „Who & Where“ mit dem letzten Check-in von jedem Freund, eine Timeline mit den aktuellen Aktivitäten ist es nicht. Zu sehen sind Name und Ort, um mehr über einen Check-in zu erfahren, muss man antippen. Falls vorhanden, werden die geposteten Shouts und Fotos sichtbar, auch Likes und Kommentare können veröffentlicht werden. Etwas verwirrend ist, dass für alle Check-ins auch die Option „post photo“ verfügbar, die aber nur bei eigenen Check-ins funktioniert.

Place - Who & Where

Place - Ort place - checkin

 

 

 

 

 

 

 

 

Über die Lupe geht es zum Menü „Search“, das eine Liste der Orte in der Nähe und einen Suchschlitz präsentiert, um fündig zu werden. Wählt man einen Ort aus, erscheinen an erster Stelle die Tipps von Freunden und anderen Foursquare-Nutzern, dann folgen die Fotos (das Vergrößern funktioniert nicht) sowie die Zahl der Besucher und Check-ins. Per „+“-Button in der Navigation checkt man ein, aber mehr als eine Statusmeldung kann man nicht ergänzen und nach dem Bestätigen werden auch keine Punkte mit den – von mir geliebten – Zusatzinformationen von Foursquare angezeigt.

Die einsame App: Check-in Fox

Hier bietet „Check-in Fox“ ein paar mehr Funktionen: Die Check-ins können auch mit Fotos versehen und zu Facebook und Twitter gepusht werden. Auch die Option „Add a friend“ ist vorhanden, aber produziert derzeit immer eine Fehlermeldung. Die Infos zu den Orten lassen sich über „view on Foursquare“ anzeigen, der Button öffnet die mobile Website des Orts. Und die Punkte für einen Check-in werden angezeigt, obwohl man mit der App weder den eigenen Punktestand noch die Bestenliste sehen kann.

checkin fox - welcome    checkin fox - checkin    checkin fox - punkte

Check-in Fox ist aus meiner Sicht etwas schicker als Place, aber sonst eher für die „einsamen Wölfe“ oder „Egozentriker“ unter den Foursquare-Nutzern geeignet, weil die Aktivitäten der Freunde (bisher) nicht integriert sind. Das „Welcome“ Menü zeigt den letzten eigenen Check-in, die Orte in der Nähe samt Suchschlitz und einen Kartenausschnitt mit der eigenen Position. Durch Antippen wird diese Karte auf den gesamten Bildschirm vergrößert. Mehr geht mit Check-in Fox (noch) nicht, obwohl im Menü auch „What are my friends doing?“ und „View my profile“ angelegt sind, aber diese Funktionen bisher nicht verfügbar sind. Bei Github kann die App von Flaki weiterentwickelt werden.

Die mühsame App: Checkin

checkinAls App ist Checkin verzichtbar, weil sie schon grafisch nicht an die mobile Website von Foursquare ran reicht. Als reiner Text werden die letzten Check-ins der Freunde gezeigt, am Ende dieser Liste – das Scrollen bei vielen Freunden ist mühsam – finden sich weitere Optionen zum Anklicken: Eine Liste der eigenen Badges und Freunde sowie Einchecken und Venue suchen. Letztere unterscheiden sich eigentlich nicht, denn für Check-ins muss der Name des Orts eingeben werden – eine vorgegebene Liste per Ortnung fehlt.

Mein Fazit: Kombiniert man Place und Check-in Fox, kann man mit Firefox OS die Basis-Funktionen von Foursquare nutzen. Mehr nicht. Nur richtig Spaß macht das nicht, weil fast alle Aspekte, die über das Einchecken hinausgehen, aktuell nicht vorhanden sind.

Christina Quast
Christina ist seit 2008 Freelancerin mit beruflicher und privater Leidenschaft für das Social Web. Sie twittert und textet für verschiedene Medien und Institutionen im Ruhrgebiet. In der übrigen Zeit begeistert sie sich fürs Social Traveling.

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